Vegane Milchalternativen

Vegane Milchalternativen

Wer nach Alternativen zu herkömmlicher Kuhmilch sucht, findet mittlerweile pflanzliche Milchalternativen in nahezu jedem Supermarkt. Egal, ob Mandelmilch, Kokosmilch oder Sojamilch – der Markt für vegane Milchalternativen boomt.

Immer mehr Menschen finden Gefallen an pflanzlicher Milch – nicht zuletzt aufgrund der Nährstoffe. Vegane Milch ist die perfekte Grundlage für Shakes, Smoothies und Müsli, auch in der Diät-Phase. Während der Konsum von Kuhmilch größtenteils für Massentierhaltung und klimaschädliche Emissionen verantwortlich ist, bietet pfanzliche Milch ebenso viele Nährstoffe bei nahezu gleichbleibender Kalorienzahl. Die Albert Schweizer Stiftung hat dazu hier einen ausführlichen Artikel geschrieben.

Mandelmilch

Mandelmilch wird – wie der Name bereits verrät – hauptsächlich aus Mandeln und Wasser hergestellt und ist demnach laktosefrei. Wer an einer Nussallergie leidet, sollte allerdings lieber zu anderen Alternativen greifen, selbst wenn in der Mandelmilch letztlich nur sehr wenig Mandeln drinstecken.

Mit nur 1,1 g pro 100 ml enthält Mandelmilch nur relativ wenig Eiweiß. Dafür hat sie eine eher flüssige, leichte Konsistenz und eignet sich deshalb hervorragend für selbstgemachte Getränke. Auch wenn Mandelmilch nicht sehr intensiv nach Mandeln schmeckt, schwören viele (vor allem US-amerikanische) Veganer auf diese Milchalternative, weil sie ihnen „am besten schmeckt“ – oder sich sehr gut zum Backen eignet.

Auch gesundheitliche Vorteile lassen sich in diesem Zusammenhang nennen: Mandelmilch ist gut für die Knochen, gut für den Reizdarm und gut für die Umwelt (laut EatSmarter als „gut“ eingestuft). Da manche Sorten unnötige Zusatzstoffe enthalten, machen einige Veganer ihre Mandelmilch einfach selbst Zuhause (zum Beispiel so). Das kann auch aus Umwelt- und Ressourcengründen sehr sinnvoll sein, da die hohe Nachfrage nach Mandelmilch mit einem enormen Wasserverbrauch daherkommt.

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Hafermilch

In Deutschland gibt es sehr viele Produkte, die aus Hafer hergestellt werden und das hat auch einen guten Grund: Hafer ist sehr nährstoffreich, enthält beispielsweise viele wertvolle Mineral- und Ballaststoffe und Vitamine. Im Gegenzahl zu Soja kommen Haferprodukte tatsächlich aus Europa und stehen demnach nicht in Verbindung mit der Regenwaldabholzung. Aus diesem Grund punktet Hafermilch auch in Sachen Nachhaltigkeit (laut AS-Stiftung 70% weniger Klimaeinfluss als herkömmliche Kuhmilch).

Mittlerweile lässt sich sogar im Supermarkt oder auch in der Drogerie Hafermilch finden, die mit bestimmten Nährstoffen angereichert ist (z.B. Kalzium). Hafermilch ist laktose- und glutenfrei, enthält in der Regel keine Nüsse und gilt deshalb als perfekter Drink für Allergiker oder Typ 2-Diabetiker. Diese Milch gilt als die verträglichste unter allen Sorten. Wer aus Umweltgründen auf Kuh- oder Sojamilch verzichten will (oder gesundheitlich vielleicht sogar muss), für den kann Hafermilch ein Gamechanger sein.

Hafermilch ist definitiv an der Spitze der Diskussion um vegane Milchalternativen. Weitere gesundheitliche Vorteile über Hafermilch gibt es hier zu lesen.



Sojamilch

Während Sojaprodukte immer mehr auf Beliebtheit stoßen – nicht zuletzt wegen der wachsenden veganen Community -, sorgen sie auch immer mehr für Diskussionen. Die industrielle Herstellung von Sojamilch ist tatsächlich nicht unproblematisch, denn sie steht im sehr engen Zusammenhang mit der Regenwaldabholzung in Südamerika.

Allerdings muss an dieser Stelle ein Schritt weitergedacht werden: Mehr als 2/3 der Sojaplantagen ist für die Herstellung von Viehfutter reserviert. Vegane Sojaprodukte machen aufgrunddessen lediglich einen kleinen Teil aus, weshalb bei der Bekämpfung dieses Problems vorwiegend die Produkte tierischen Ursprungs in Betracht gezogen werden müssen. Wer viel Fleisch und Milchprodukte konsumiert, unterstützt diesen Missstand eher als jemand, der ab und zu Sojaprodukte kauft und gänzlich auf tierische Produkte verzichtet. Vegane Milchalternativen können zumindest zu einer Annährung zur Lösung des Problems führen.

Der Marktführer alpro hat sich in diesem Zusammenhang dazu bekannt, bei seiner Herstellung pflanzlicher Milch ausschließlich auf Soja aus Kanada und Europa zurückzugreifen. Insbesondere in europäischen Unternehmen, die auf Soja spezialisiert sind, werden bei der Herstellung schonende Richtlinien im Hinblick auf Umwelt und Nachhaltigkeit eingehalten. Studien besätitgen außerdem, dass die Produktion von Sojamilch wesentlich ressourcenfreundlicher ist als die Gewinnung von Kuhmilch.

Sojamilch enthält im Vergleich zu allen anderen pflanzlichen Milchsorten am meisten Eiweiß (3,3 g pro 100 ml), fast soviel wie Kuhmilch selbst. Deshalb eignet sich Sojamilch auch hervorragend für sportliche Menschen, die für ihr Muskelwachstum auf eine erhöhte Zufuhr von Eiweiß angewiesen sind – oder für Veganer, die ihren Eiweißbedarf rein pflanzlich decken müssen.

Kokosmilch

Auch wenn Kokosnüsse immer noch sehr exotisch klingen, werden Produkte aus der Kokosnuss in Deutschland immer beliebter. Egal, ob Proteindrinks mit Kokosgeschmack, Kokosraspeln zum Backen oder gleich eine ganze Kokosnuss – in vielen Supermärkten sind solche Lebensmittel keine Seltenheit mehr.

Was die Kokosmilch betrifft, gibt es einen großen Unterschied, der beachtet werden muss: Es gibt die dickflüssige Kokosmilch, die sehr kalorien- und fettreich ist und sich zum Kochen von Curry-Gerichten eignet, und die kalorienarme Kokosmilch, die eher eine milchähnliche Konsistenz hat (zum Beispiel diese hier von alpro). Während die dickflüssige Milch ein perfekter Ersatz für Sahne ist, eignet sich die dünnflüssige Milch (die vorwiegend aus Wasser besteht) als Ersatz für Kuhmilch, z.B. für leckere Smoothies und zum Backen. In diesem Artikel soll es um Letzteres gehen.

Fakt ist, dass Kokosprodukte keine regionalen Produkte sind und somit durchaus einen schädlichen Einfluss auf die Umwelt haben. Im Ökotest stellte man außerdem fest, dass einige Produkte aus der Kokosnuss Schadstoffe enthalten (mehr dazu hier). Palmen, deren Früchte die Kokosnüsse letztlich sind, haben ein sehr langsames Wachstum, verbunden mit einer sehr überschaubaren Ernte. Irgendwann wird es nicht mehr möglich sein, die hohe Nachfrage nach Kokosprodukten in Europa und weltweit auf natürlichem Wege zu befriedigen. In Sachen Nachhaltigkeit kann die Kokosmilch demnach mit den anderen Sorten nicht mithalten.



Allerdings lieben viele Veganer den Geschmack der Kokosmilch und greifen daher ab und an zu dieser veganen Milchalternative zu Kuhmilch. Wenn der Konsum sich weiterhin im Rahmen hält, spricht nichts dagegen, sich gelegentlich Kokosmilch für schmackhafte Cocktails zu gönnen – allerdings sollte die Wahl der Umwelt zuliebe nicht immer auf die Milch aus der Kokosnuss fallen. Aber Gott sei Dank gibt es viele andere vegane Milchalternativen, die in der Bilanz besser abschneiden.

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