Vegane Marshmallows – vielleicht hast du sie schon einmal im Bioladen entdeckt oder bist beim Stöbern im Internet darüber gestolpert. Stell dir vor: Ein gemütlicher Abend mit Freunden am Lagerfeuer, der süße Duft von geröstetem Zucker liegt in der Luft, und du hältst einen goldbraun geschmolzenen Marshmallow über die Flamme – ganz ohne schlechtes Gewissen. Immer mehr Menschen wollen beim Naschen nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf Tierwohl und Nachhaltigkeit achten. Genau hier kommen vegane Marshmallows ins Spiel. Was früher schwer zu finden war, ist heute ein wachsender Trend in Supermärkten, Online-Shops und der heimischen Küche. Aber was steckt eigentlich hinter der pflanzlichen Alternative? Und worauf solltest du beim Kauf achten?
Das Wichtigste in Kürze
- Vegane Marshmallows enthalten keine tierische Gelatine, sondern pflanzliche Geliermittel wie Agar-Agar, Pektin oder Carrageen – damit sind sie tierfreundlich und oft umweltverträglicher.
- Der Verzicht auf Gelatine schont nicht nur Tiere, sondern verringert auch den ökologischen Fußabdruck, da pflanzliche Alternativen meist ressourcenschonender produziert werden.
- Beim Einkauf erkennst du vegane Marshmallows an offiziellen Vegan-Siegeln, gelatinefreien Hinweisen und einer klaren Zutatenliste ohne tierische Bestandteile.
- Du findest vegane Varianten inzwischen in Bioläden, Supermärkten, Online-Shops oder Unverpacktläden – und auf veganen Messen kannst du sogar verschiedene Sorten probieren.
- Wer vegane Marshmallows selber machen möchte, kann mit Zucker, pflanzlichem Geliermittel und einem Zuckerthermometer köstliche Alternativen herstellen – individuell, nachhaltig und ganz ohne Tierleid.
Vegane Marshmallows: Was sie besonders macht und worauf du achten solltest
Was ist der Unterschied zwischen normalen und veganen Marshmallows?
Auf den ersten Blick sehen sie gleich aus – aber der Unterschied steckt im Detail: Während klassische Marshmallows tierische Gelatine enthalten, bestehen vegane Marshmallows aus pflanzlichen Alternativen. Gelatine wird meist aus tierischen Knochen, Sehnen oder Haut gewonnen und sorgt für die typische fluffige Konsistenz. In veganen Varianten kommen stattdessen pflanzliche Geliermittel zum Einsatz. Auch weitere Zutaten wie Farbstoffe oder Aromen können tierischen Ursprungs sein – bei veganen Marshmallows sind sie es nicht. Der Verzicht auf Tierprodukte macht sie zu einer besseren Wahl für Menschen, die auf Tierwohl und Nachhaltigkeit achten.
Warum sind Gelatinefreie Marshmallows besser für Tiere und Umwelt?
Der Einsatz von Gelatine in herkömmlichen Marshmallows ist aus ethischer Sicht problematisch, da sie ein Nebenprodukt der Schlachtindustrie ist. Durch den Verzicht auf Gelatine werden bei veganen Marshmallows keine Tiere ausgebeutet oder getötet. Darüber hinaus wirkt sich die Herstellung von pflanzlichen Alternativen oft ressourcenschonender auf die Umwelt aus – weniger Wasserverbrauch, geringere Emissionen und keine Massentierhaltung. Wer also zu veganen Marshmallows greift, trifft eine Entscheidung zugunsten von Tieren und Umwelt. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.
Welche Zutaten ersetzen Gelatine in veganen Marshmallows?
Die häufigsten pflanzlichen Geliermittel in veganen Marshmallows sind Agar-Agar, Pektin oder Carrageen. Diese werden aus Algen, Zitrusfrüchten oder anderen pflanzlichen Quellen gewonnen. Sie bringen ähnliche Eigenschaften wie Gelatine mit – sorgen also für die gewünschte Festigkeit und Elastizität. Manche Hersteller nutzen auch Tapiokastärke oder andere pflanzliche Bindemittel, um eine besonders schaumige Textur zu erreichen. Wichtig ist: Die Konsistenz moderner veganer Alternativen muss sich geschmacklich und optisch längst nicht mehr hinter dem Original verstecken.
Wie erkenne ich vegane Marshmallows im Supermarkt?
Die Verpackung gibt erste Hinweise: Achte auf das Vegan-Siegel oder Zertifizierungen wie das der Vegan Society. Lies außerdem die Zutatenliste sorgfältig – dort sollten keine tierischen Inhaltsstoffe wie Gelatine, Honig oder Milchanteile auftauchen. Begriffe wie „Geliermittel: Agar-Agar“ oder „Pektin“ deuten auf eine pflanzliche Rezeptur hin. Immer mehr Marken machen es leicht, sich zu orientieren: Sie schreiben klar „vegan“ auf die Vorderseite – manchmal sogar mit zusätzlichem Vermerk „gelatinefrei“. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seine Lieblingsprodukte auch online überprüfen oder in spezialisierten veganen Shops einkaufen, die nur geprüfte Ware führen.
Vegane Marshmallows kaufen: Diese Marken und Produkte lohnen sich
Wo kann man vegane Marshmallows kaufen?
Vegane Marshmallows bekommst du mittlerweile an vielen Stellen – und zwar ganz ohne stundenlange Suche. Am einfachsten findest du sie in gut sortierten Bioläden, veganen Supermärkten oder Reformhäusern. Dort ist die Auswahl meist qualitativ hochwertig, und die Produkte sind klar als vegan gekennzeichnet. Auch in größeren Filialen von Supermarktketten wie Rewe, Edeka oder einigen Drogeriemärkten wie dm oder Rossmann erscheinen immer häufiger pflanzliche Alternativen im Süßwarenregal.
Wenn du gezielt nach bestimmten Sorten suchst – zum Beispiel nach besonders fluffigen oder Bio-zertifizierten Varianten – lohnt sich ein Blick ins Netz. In spezialisierten Onlineshops für vegane Produkte findest du viele Marken, die du im stationären Handel vielleicht noch nicht kennst. Shops wie Vantastic Foods, Velivery oder KoRo bieten eine größere Auswahl und liefern direkt zu dir nach Hause. Auch größere Plattformen wie Amazon oder Avocadostore führen diverse Hersteller von veganen Marshmallows.
Ein weiterer guter Anlaufpunkt sind Unverpacktläden oder Zero-Waste-Stores. Zwar ist das Sortiment dort oft kleiner, aber manchmal findet man dort besonders nachhaltige Varianten in plastikfreier Verpackung oder sogar lose zum Selbstabfüllen.
Ein Tipp für unterwegs: Besonders auf veganen Messen oder Street-Food-Festivals kannst du dich durch verschiedene Sorten probieren – ideal, um deine Favoriten zu finden oder neue Marken zu entdecken.
Zusammengefasst gilt: Je gezielter du suchst, desto größer ist die Chance, genau die veganen Marshmallows zu finden, die zu deinen Ansprüchen passen. Egal ob online oder im Laden – immer mehr Anbieter ziehen mit und das Angebot wächst stetig weiter. Am besten checkst du vor dem Einkauf kurz die Zutatenliste oder fragst nach, wenn du unsicher bist. Denn manchmal versteckt sich Gelatine unerwartet doch noch im Produkt – selbst wenn es auf den ersten Blick „pflanzlich“ erscheint.
Vegane Marshmallows selber machen: Rezepte und Tipps für Zuhause
Kann man vegane Marshmallows selbst herstellen?
Ja, das geht – und überraschend gut! Vegane Marshmallows lassen sich mit etwas Geduld und den richtigen Zutaten auch Zuhause zubereiten. Der Vorteil dabei: Du weißt genau, was drin ist, kannst Zuckerarten und Aromen nach deinem Geschmack wählen und auf Zusatzstoffe verzichten. Außerdem macht das Selbermachen Spaß und ist eine schöne Möglichkeit, pflanzliche Süßigkeiten ganz individuell anzupassen – zum Beispiel mit natürlichen Farben oder besonderen Gewürzen wie Zimt oder Vanille.
Die Grundzubereitung ist ähnlich wie bei klassischen Marshmallows, nur eben ohne tierische Gelatine. Stattdessen kommen pflanzliche Alternativen wie Agar-Agar oder Pektin zum Einsatz. Auch das Schlagen und Abkühlen der Masse bleibt ein wichtiger Schritt. Damit’s klappt, brauchst du vor allem einen Handmixer (idealerweise mit hoher Drehzahl), ein gutes Geliermittel, eine ruhige Hand beim Erhitzen des Sirups und ein wenig Zeit.
Die Zutatenliste ist überschaubar: Du benötigst Zucker, Glukosesirup oder Reissirup, ein pflanzliches Geliermittel (z. B. Agar-Agar), Aromastoffe wie Vanilleextrakt oder Rosenwasser – und gegebenenfalls ein Stärkepuder zum Bestäuben, damit die Marshmallows später nicht kleben. Wer mag, kann auch pflanzliche Lebensmittelfarbe hinzufügen oder mit Kakao, Matcha oder Fruchtpulver experimentieren.
Der wichtigste Punkt beim Selbermachen ist das Erhitzen des Sirups auf die richtige Temperatur (etwa 115 bis 120 Grad). Ein Zuckerthermometer ist deshalb hilfreich, um die Konsistenz perfekt hinzubekommen. Sobald die heiße Zuckermasse die gewünschte Temperatur erreicht hat, wird sie zügig mit dem pflanzlichen Geliermittel und eventuell aufgeschlagenem Aquafaba (Kichererbsenwasser) zu einer fluffigen Masse aufgeschlagen. Danach schnell in eine geölte oder mit Stärke bestreute Form geben, glattstreichen und vollständig auskühlen lassen.
Nach ein paar Stunden (am besten über Nacht) kannst du deine veganen Marshmallows in Würfel schneiden und in einem Gemisch aus Stärke und Puderzucker wenden. So haften sie nicht aneinander – und sehen auch aus wie das Original aus dem Supermarkt. Perfekt zum Rösten, Backen oder einfach zum Naschen!
Nachhaltiger Genuss: Wie vegane Marshmallows zur umweltfreundlicheren Ernährung beitragen
Wie nachhaltig sind vegane Marshmallows im Vergleich zu herkömmlichen?
Nachhaltigkeit beginnt oft bei den kleinen Dingen – und dazu gehören auch Süßigkeiten wie vegane Marshmallows. Auf den ersten Blick mag man denken, dass so ein leichter Snack kaum Einfluss auf Umwelt oder Klima hat. Doch ein genauerer Blick zeigt: Der Unterschied zwischen veganen und klassischen Marshmallows liegt nicht nur in der Zutatenliste, sondern auch in ihrer ökologischen Wirkung.
Herkömmliche Marshmallows enthalten tierische Gelatine, die meist aus Schlachtabfällen wie Rinderknochen oder Schweineschwarte gewonnen wird. Die Produktion tierischer Inhaltsstoffe ist ressourcenintensiv – sie erfordert große Mengen an Wasser, Futter und Energie und verursacht hohe Tieremissionen. Wer auf Produkte mit tierischen Bestandteilen verzichtet, reduziert also automatisch den ökologischen Fußabdruck.
Vegane Marshmallows setzen stattdessen auf pflanzliche Alternativen. Zutaten wie Agar-Agar, Pektin oder Tapiokastärke haben in der Regel eine deutlich bessere Umweltbilanz. Sie stammen aus Algen, Früchten oder Pflanzenwurzeln – also aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch wenn sie in der Verarbeitung Energie benötigen, fällt der gesamte Herstellungsprozess oft effizienter und klimafreundlicher aus als bei der Produktion tierischer Gelatine.
Ein weiterer Aspekt: Viele Hersteller von veganen Produkten legen generell mehr Wert auf umweltfreundliche Herstellungsprozesse, regionalen Anbau oder Bio-Qualität. Zwar ist das nicht immer der Fall, aber bei vielen Marken ist Nachhaltigkeit ein klarer Bestandteil der Firmenphilosophie – von der Rohstoffauswahl bis zur Verpackung.
Wichtig bleibt: Auch vegane Produkte sind nicht automatisch „perfekt nachhaltig“. Ein hoher Zuckergehalt, lange Transportwege oder aufwendige Verpackungen können die Ökobilanz belasten. Doch im Vergleich zu konventionellen Marshmallows schneiden pflanzliche Alternativen meist besser ab – vor allem, wenn du Marken wählst, die zusätzlich auf faire Produktion und umweltschonende Verpackung achten.
Wenn du also bei deinem nächsten Snack gerne klimabewusster naschen möchtest, sind vegane Marshmallows eine gute Wahl – nicht nur für dich, sondern auch für unseren Planeten.
Fazit
Vegane Marshmallows sind mehr als nur eine tierfreundliche Alternative zur klassischen Süßigkeit – sie bieten Genuss ohne Kompromisse. Durch den Verzicht auf Gelatine und andere tierische Inhaltsstoffe tragen sie aktiv zum Tierwohl und Umweltschutz bei. Pflanzliche Geliermittel wie Agar-Agar, Pektin oder Tapiokastärke sorgen dafür, dass vegane Varianten geschmacklich und in der Konsistenz mittlerweile mit dem Original mithalten können.
Ob im Supermarkt, Bioladen, Online-Shop oder Unverpacktladen: Die Auswahl an veganen Marshmallows wächst stetig, was es Verbraucher:innen leichter macht, bewusste Entscheidungen zu treffen. Wer ganz genau wissen will, was in seinem Snack steckt, kann vegane Marshmallows auch problemlos selbst zu Hause herstellen – mit einfachen Zutaten und viel Gestaltungsfreiheit.
Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit schneiden pflanzliche Alternativen besser ab als ihre tierischen Pendants. Sie benötigen weniger tierische Ressourcen, verursachen geringere Emissionen und stehen häufig im Zusammenhang mit umweltschonender Produktion. Zwar sind auch vegane Produkte nicht automatisch perfekt nachhaltig, doch sie sind ein Schritt in die richtige Richtung.
Insgesamt zeigen vegane Marshmallows, dass bewusster Genuss weder Verzicht noch Qualitätseinbußen bedeuten muss. Sie sind eine einfache Möglichkeit, den persönlichen Lebensstil tier- und umweltfreundlicher zu gestalten – ob beim Lagerfeuer, als Nascherei zwischendurch oder als kreative Küchenzutat.
